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Freitag, 14. April 2017

Hauptsache, das breite Grinsen ist da - Es ist dieser Moment, den Benjamin liebt

Ich sitze am Meer und denke über dieses und jenes nach. Der Kurort ist öde, ich habe also viel Zeit dafür. Und während ich durch die vielen schönen und auch beängstigenden Stationen meines Leben streife, sie zerlege und neu definiere, kommt mir plötzlich ein breites Grinsen ins Gesicht. Das KN!
Auch an der Ostsee bleiben die Erinnerungen ans Kumpelnest präsent

Wann ich das erste Mal im Kumpelnest war, kann ich heute nicht mehr mit Gewissheit sagen. Lange ist es jedenfalls nicht her. Als junger Neu-Berliner, frisch von der Liebe enttäuscht, der Berliner Clubszene verfallen und auf der Suche nach ... ja, nach was eigentlich ... nimmt mich Marco an die Hand und sagt mit seiner bestimmenden Art: Hier geht's lang. Ich wurde also First Hand in dieses Etablissement eingeführt. Aber wann, wann, wann?

Viele kleine Details fehlen mir von den Nächten im KN. Das ist aber nicht weiter wild, denn in jeder Nacht gab es diesen mindestens einen schönen Moment und all die schönen Momente zusammen machen den Spirit dieser Bar aus.

Ich schließe Freundschaften für eine Nacht oder auch für immer, wer weiß das schon. Ich tanze mit Männern und Frauen, jeden Alters und Alkoholpegels, flirtend, flüchtend, sich darstellend oder stolpernd. Ich tanze und schwadroniere mit Künstlern, Bankern, Studenten, Verlorenen, Technoiden und den neugierigen Party-Touristen. Das eine oder andere Drama darf natürlich auch nicht fehlen.

Ich kann mich in diesem kleinen Raum verlieren und glücklich im eigenen oder fremden Bett wiederfinden - ohne zu wissen, was zwischen dem ersten Tequila und dem Morgenkaffee passierte. Hauptsache, das breite Grinsen ist da.

Am Schönsten war es für mich bisher an Silvester 2016/17. Eigentlich wollte ich nur eine Stunde bleiben und dann weiter ins Berghain. Aus einer Stunde wurden elf und noch heute zehre ich von den geilen Ereignissen dieser Nacht.

Du willst wissen, was genau passierte? Vielleicht sehen wir uns mal im KN. Ich erzähle es dir dann gern: Ich erzähle dir von Silvester oder der Begegnung mit einer Transe, mit der ich dann noch weiter zog und am nächsten Tag feststellte, dass ich 600 € ausgegeben hatte und von den anderen Kuriositäten. Gern bei einem Tequila oder einer Wodka-Mate. Oder wir tanzen einfach und lassen uns in die nächste heiße Story treiben, was wohl der beste Plan ist.

So, lets rock the 1st of may!
Ich freu mich auf euch!
Benjamin

Dein erstes Mal war im Übrigen der 19. August 2016. Danke für deinen Beitrag und das breite Grinsen wirst du noch sehr oft haben. Versprochen!

Freitag, 31. März 2017

Prolog und "Mein zweites Mal im Kumpelnest 3000"

Hallo Zusammen,

die meisten kennen mich: Ich bin Marco, arbeite als Barkeeper im Kumpelnest und bin für Facebook und Co. verantwortlich. Somit auch für diesen Blog, und ja, die Idee ist auf meinem Mist gewachsen.

Bis zum 1. Mai werde ich Eure Beiträge veröffentlichen und ggf. etwas aufhübschen, denn schreiben ist ja nicht unbedingt Jedermanns Sache. Aber, keine Angst, ich ändere nichts am Inhalt. Darüber hinaus werde ich einige Geheimnisse des Kupelnest 3000 lüften, Mythen widerlegen oder neue schaffen - je nach Tageslaune. Es wird in jedem Fall lesenswert.

Natürlich freue ich mich auf Eure Beiträge, Fotos, Erinnerungen, Grußbotschaften und Geständnisse. Einfach per Mail an social@kumpelnest3000.com senden. Ich mache dann den Rest, redigiere und bringe es in Form.

Heute geht es jedoch um meine private Erinnerung, die mindestens 10 Jahre zurück liegt. Ihr merkt schon, die Erinnerung ist nicht mehr ganz so klar und jeder, der bei uns schon einmal abgestürzt ist (und wer ist das nicht) weiß genau wovon ich rede.


Mein zweites Mal im Kumpelnest

Der eine oder andere fragt sich vielleicht, warum nicht das erste Mal KN? Ganz einfach, dass erste Mal ist unspektakulärer als das zweite Mal.

Der Vollständigkeit halber dennoch eine kleiner Exkurs dahin: Beim ersten Mal war ich mit Onrie dort. Ich arbeitete damals als Barkeeper im BigBlue in der Winterfeldtstraße, es war nicht viel los und Onrie kam auf die Idee mal ins KN zu gehen.

Wir waren also da, tranken Wodka-Lemon, Erkan arbeitete, es war voll, es lief Madonna, Abba und so etwas halt. Wir tanzten etwas und nach ein bis zwei Stunden ging es dann ins KitKat. Ich erinnere mich, es war voll, es war Sommer und wir wollten weiter ziehen. Ich fuhr - glaub ich - mit Fahrrad und Onrie war mit Rollschuhen unterwegs. So war es, oder so ähnlich. Ich war weder geflasht, noch enttäuscht, es waren ein paar Wodka-Lemon auf dem Weg ins Kitty. Das zweite Mal ist für mich dann eher erzählenswert.

Der Fairness halber muss ich erwähnen: Erwartet nicht zu viel

Beim zweiten Mal war ich mit Julian im Kumpelnest. Damals war ich noch in Julian verliebt, wir kannten uns noch nicht lange, aber ich begehrte ihn, wie niemanden sonst zu dieser Zeit. Na ja, ich konnte Julian damals nicht haben, denn er entschied sich für eine Beziehung mit Lars, mit dem er im Übrigen noch heute glücklich zusammen ist.

Wie dem auch sei. Julian und ich entschieden ins Kumpelnest zu gehen und wir waren auch auch dort. Bitte fragt mich nicht, wie unser Abend war? Ich weiß es schlichtweg nicht. Julian im Übrigen auch nicht. Es war also ein guter Abend.
Wir hatten Sex und schliefen ein
Wilde Zeiten, es gibt kein Bild mit
Julian und mir zusammen

Die einzigen Erinnerungen, die wir beide daran noch haben sind, dass wir irgendwann als die Sonne bereits aufgegangen war die Lützowstraße entlang liefen. Wir waren auf dem Weg in meine Wohnung. Ich wohnte damals am Nollendorfplatz, eine fürchterliche Einzimmer-Wohnung in der Maistraße. Wir hatten Sex, schliefen ein und das war es dann auch. Mehr Erinnerung ist nicht übrig.

Letztendlich ist es aber genau das, was in meinen Augen eine Nacht im Kumpelnest ausmacht. Man hat Spaß, betrinkt sich maßlos und erinnert sich nur an ein gutes Gefühl. So ist es auch heute noch und genau so soll es sein.

Übrigens: Julian und ich sind heute noch die besten Freunde und auch mit Lars gab es deswegen nie ein Problem, denn auch wir sind nach wie vor befreundet.